Food-Processing-Anlagen konfigurieren –
hygienegerecht, normkonform, sicher, schnell
Maschinen für die Lebensmittelindustrie müssen höchste Hygiene- und Sicherheitsstandards erfüllen. Automatisierte Konfiguration stellt Regelkonformität von der ersten Angebotsphase an sicher – und beschleunigt den gesamten Vertriebsprozess.
©Maschinenfabrik Seydelmann KG
Warum Nahrungsmittelmaschinen besonders anspruchsvoll sind
Strenge Hygienevorschriften, variable Materialvorgaben und aufwändige Zertifizierungen machen jede Konfiguration zu einem regulatorischen Prüffall:
Strenge Hygienevorschriften als Konstruktions-Constraint
EHEDG-Richtlinien, FDA-Konformität und kundenseitige Auditanforderungen bestimmen Materialwahl, Oberflächengüten und Konstruktionsprinzipien. Jede Maschinenvariante muss diese Anforderungen nachweisbar erfüllen – bei manueller Konstruktion eine fehleranfällige und zeitintensive Aufgabe, die Expertenwissen an wenigen Stellen im Unternehmen konzentriert.
Variable Materialvorgaben pro Produktkontaktzone
Je nach Einsatzzone – produktberührend, spritzwassergeschützt oder trockene Zone – gelten unterschiedliche Anforderungen an Edelstahlsorten, Dichtungsmaterialien und Beschichtungen. Die richtige Zuordnung erfordert tiefes Fachwissen, das oft nur bei wenigen Mitarbeitern vorhanden ist. Ein Fehler kann eine gesamte Charge gefährden.

©Maschinenfabrik Seydelmann KG

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Häufige Sonderwünsche bei hohem Kostendruck
Lebensmittelhersteller fordern individuelle Anpassungen an Dosiergenauigkeit, Reinigbarkeit oder schnellen Formatwechsel – bei gleichzeitig aggressivem Preisdruck und kurzen Lieferzeiten. Ohne effiziente Konfigurationsmöglichkeiten sind Sonderangebote unwirtschaftlich oder dauern so lange, dass der Wettbewerber schneller ist.
Aufwändige Dokumentation und Zertifizierung
Für jede ausgelieferte Maschine müssen Materialzertifikate (3.1-Zeugnisse), Oberflächenprüfungen, EHEDG-Nachweise und Konformitätserklärungen zusammengestellt werden. Dieser Dokumentationsaufwand bindet Engineering-Ressourcen über den gesamten Auftragszyklus hinweg und verzögert regelmäßig die Auslieferung.
Anwendungsfälle: So profitieren Nahrungsmaschinenbauer konkret
Drei typische Szenarien, die zeigen, wie unsere Lösungen Hygieneanforderungen, Konfiguration und Dokumentation automatisieren:

Abfüll- und Dosieranlagen mit hygienegerechten Varianten
Ein Hersteller von Abfüllanlagen konfiguriert über sein CPQ-System die Anlage nach Füllmedium, Viskosität, Abfüllvolumen und Hygieneanforderung. Das System schlägt automatisch die korrekte Edelstahlsorte, Dichtungsklasse und Oberflächengüte vor – basierend auf der jeweiligen Hygienezone. Per Design Automation entsteht ein EHEDG-konformes 3D-Modell, das alle konstruktiven Hygieneregeln nachweisbar erfüllt. Der Dokumentationsaufwand reduziert sich drastisch, weil Zertifikate automatisch zugeordnet werden.

Zeichnungserstellung mit Oberflächen- und Reinigungsangaben
Für jede konfigurierte Maschine werden automatisch Fertigungszeichnungen erzeugt, die neben der geometrischen Bemaßung auch Oberflächenangaben (Ra-Werte), Reinigungszonen und Schweißnahtspezifikationen enthalten. Diese Zeichnungen werden über die Integrationslösung direkt im PDM/PLM-System abgelegt, versioniert und mit den zugehörigen Materialzertifikaten verknüpft – eine lückenlose Dokumentation für jedes Audit.

CIP-fähige Maschinenmodule regelbasiert konfigurieren
Cleaning-in-Place-fähige Baugruppen erfordern besondere Konstruktionsprinzipien: Totraumfreiheit, definierte Mindest-Strömungsgeschwindigkeiten und geprüfte Dichtungswerkstoffe. Im Konfigurator hinterlegte Regeln stellen sicher, dass nur CIP-kompatible Kombinationen konfiguriert werden können – Fehlkonfigurationen sind konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Das reduziert Rückfragen aus der Qualitätssicherung und beschleunigt die Freigabe erheblich.
Durchgängig automatisiert: Messbare Ergebnisse.
100 %
normkonforme Konfigurationen ab der ersten Angebotsphase
45 %
schnellere Angebotserstellung
≥ 30 %
weniger Dokumentationsaufwand
Software zur Konfiguration von Maschinen für die Nahrungsmittelverarbeitung
Die passenden Lino- und Tacton-Produkte für normkonforme Konfiguration, automatisierte Konstruktion und lückenlose Dokumentation:
Tacton Design Automation
Überführt Expertenwissen in intelligente Regelwerke, um komplexe 3D-Modelle, Zeichnungen und Stücklisten vollautomatisch zu generieren – für bis zu 90 % Zeitersparnis im Engineering.
Lino® Automate
Verwandelt CAD-Routineaufgaben über intelligente Aktionslisten in vollautomatische Abläufe und verzahnt diese nahtlos mit PDM-, PLM- oder ERP-Systemen – für maximale Zeitersparnis.
Lino® Hub
Vernetzt Vertrieb, Konstruktion und Fertigung nahtlos für durchgängige digitale Prozesse.
Integriert CPQ, CAD, ERP sowie PDM nahtlos für fehlerfreie, automatisierte Datenflüsse ohne Medienbrüche.
Lino® 2D fix
Zeichnungsautomatisierung ohne manuelles Nachbessern für fertigungsgerechte Layouts.
Optimiert automatisch Zeichnungs-Layouts, vermeidet Bemaßungskollisionen und passt Maßstäbe dynamisch an.
Tacton CPQ
Die constraint-basierte Engine führt intuitiv zur technisch validen Lösung. Beschleunigt die Angebotserstellung massiv und sichert maximale Preistransparenz durch automatisierte Echtzeit-Kalkulation für den Vertrieb.
Relevante Prozesse für die Nahrungsmittelindustrie
Die von Lino unterstützten digitalen Engineering-Prozesse verbinden Systemintegration, Konfiguration und Automatisierung zu einer durchgängigen Wertschöpfungskette. Erprobte Prozessbausteine – von der hygienegerechten Konfiguration bis zur automatisierten Zertifizierungsdokumentation..
Design Automation zur schnellen Produktentwicklung
Optimieren Sie Ihre Konstruktion mit Design Automation und CAD-Automatisierung. Aus Produktregeln entstehen automatisch 3D-CAD-Modelle, 2D-Zeichnungen und Stücklisten. Dadurch lassen sich Engineering-Prozesse beschleunigen, Fehler reduzieren und Routineaufgaben im Engineering deutlich verringern.
Produktkonfiguration für individuelle Kundenlösungen
Beherrschen Sie Variantenvielfalt mit einem Produktkonfigurator und CPQ-System. Mit regelbasierter Variantenkonfiguration und Guided Selling erstellen Vertrieb, Partner und Kunden technisch valide Produktvarianten, Angebote und Konfigurationsdaten – direkt integriert in CAD- und ERP-Systeme.
Systemintegration für eine nahtlose IT-Landschaft im Unternehmen
Verbinden Sie Ihre IT-Systeme zu einer durchgängigen Datenkette. Durch Systemintegration im Maschinenbau werden CAD-, ERP-, CRM- und PDM/PLM-Systeme nahtlos verknüpft. So entsteht ein konsistenter Digital Thread entlang des gesamten Produktlebenszyklus.
Prozessautomation für durchgängige digitale Abläufe im Maschinenbau
Workflow- und Prozessautomatisierung verbindet Engineering-Systeme zu durchgängigen digitalen Abläufen. Automatisierte Workflows übernehmen wiederkehrende Aufgaben, reduzieren manuelle Schritte und sorgen für konsistente Daten zwischen CAD, PDM, ERP und CRM.
Technische Zeichnungen automatisch erzeugen
Erstellen Sie technische Zeichnungen automatisch aus 3D-CAD-Modellen. Die Zeichnungsautomatisierung generiert normgerechte Fertigungsunterlagen, passt Layouts automatisch an und reduziert manuelle Nacharbeit nach Modelländerungen.
Gemeinsam analysieren wir Ihre bestehenden Abläufe und identifizieren konkrete Potenziale für effizientere, digitale Prozesse – praxisnah, strukturiert und mit klarem Fokus auf messbaren Nutzen.
- Analyse Ihrer Engineering- und Vertriebsprozesse
- Identifikation von Optimierungspotenzialen
- Klare Roadmap für Ihre digitale Transformation
Überzeugen Sie sich selbst

Häufige Fragen
Die FAQs beantworten Fragen zur Branche Nahrungsmittelmaschinen im Kontext des Lino Portfolios.
Hier finden Sie Antworten rund um die hygienegerechte Konfiguration und automatisierte Konstruktion von Maschinen für die Lebensmittelverarbeitung. Erfahren Sie, wie Tacton CPQ und Tacton Design Automation EHEDG-Konformität und FDA-Anforderungen bereits ab der ersten Angebotskonfiguration sicherstellen, Materialzuordnungen nach Hygienezone automatisieren, CIP-fähige Module regelbasiert absichern und Zertifizierungsdokumentationen erheblich reduzieren – ohne Expertenwissen an Einzelpersonen zu binden.
Wie reduziert Lino Hub den Dokumentations- und Zertifizierungsaufwand für Nahrungsmittelmaschinen?
Lino Hub verbindet Tacton CPQ, Tacton Design Automation, das CAD-System und das PDM/PLM- bzw. ERP-System zu einer durchgängigen Datenkette. Da alle Konfigurationsdaten – einschließlich Werkstoffauswahl, Hygienezonen-Zuordnungen und Komponentenspezifikationen – bereits strukturiert im System vorliegen, können Materialzertifikate (3.1-Zeugnisse), EHEDG-Nachweise und Konformitätserklärungen automatisch zusammengestellt und mit der jeweiligen Maschinenakte verknüpft werden. Der manuelle Dokumentationsaufwand, der bislang Engineering-Ressourcen über den gesamten Auftragszyklus band, reduziert sich um bis zu 30 % – und die Auslieferung wird nachweislich beschleunigt.
Wie stellt Lino sicher, dass CIP-fähige Maschinenmodule bei der Konfiguration regelkonform bleiben?
Cleaning-in-Place-fähige Baugruppen erfordern besondere konstruktive Anforderungen: Totraumfreiheit, definierte Mindest-Strömungsgeschwindigkeiten sowie geprüfte und zertifizierte Dichtungswerkstoffe. Diese CIP-spezifischen Regeln werden direkt als Constraints im Tacton CPQ-Regelwerk hinterlegt. Das System lässt ausschließlich CIP-kompatible Modulkombinationen zu und sperrt jede Konfiguration, die eine dieser Anforderungen verletzt – konstruktiv und nicht erst in der nachgelagerten Qualitätsprüfung. So werden Rückfragen aus der Qualitätssicherung und aufwändige Freigabeschleifen erheblich reduziert.
Wie unterstützt Lino die automatische Erstellung von Fertigungszeichnungen mit Hygiene- und Oberflächenangaben?
Lino 2D fix leitet aus dem generierten 3D-CAD-Modell vollautomatisch normgerechte Fertigungszeichnungen ab. Für Nahrungsmittelmaschinen enthält dies neben der geometrischen Bemaßung auch branchenspezifische Angaben wie Ra-Werte für Oberflächengüten, Reinigungszonen, Schweißnahtspezifikationen und Dichtungsdetails. Die Zeichnungen werden über Lino Automate direkt im PDM/PLM-System abgelegt, versioniert und mit den zugehörigen Materialzertifikaten (3.1-Zeugnisse) verknüpft – eine lückenlose, jederzeit auditfähige Dokumentation für jede ausgelieferte Maschine.
Wie generiert Tacton Design Automation EHEDG-konforme 3D-CAD-Modelle für Nahrungsmittelmaschinen automatisch?
Sobald eine Maschine im CPQ-System konfiguriert ist, übergibt Lino Hub die Parameter an Tacton Design Automation. Die Design Automation generiert daraus vollautomatisch ein parametrisches 3D-CAD-Modell, das alle konstruktiven Hygieneregeln nachweisbar umsetzt: Totraumfreiheit an Fügestellen, definierte Mindestradien an Schweißnähten, EHEDG-konforme Dichtungsgeometrien und materialkonforme Komponentenzuordnungen. Das fertige Modell steht als STEP-Datei für die weitere Planung bereit – ohne manuelle CAD-Nacharbeit und mit bis zu 90 % Zeitersparnis im Engineering.
Wie automatisiert Lino die Materialzuordnung nach Hygienezonen bei Nahrungsmittelmaschinen?
In der Lebensmitteltechnik gelten je nach Kontaktzone – produktberührend, spritzwassergeschützt oder trockene Zone – unterschiedliche Anforderungen an Werkstoffe, Oberflächengüten und Dichtungswerkstoffe. Tacton CPQ hinterlegt diese Zoneneinteilung als Teil des Konfigurationsregelwerks: Je nach Einsatzzone ordnet das System automatisch die regelkonforme Werkstoffauswahl zu und schließt unzulässige Kombinationen aus. So wird tiefes Materialfachwissen, das bislang nur wenigen Mitarbeitern vorbehalten war, in eine skalierbare, fehlerfreie Logik überführt, die auch weniger erfahrene Vertriebsmitarbeiter sicher nutzen können.
Wie stellt Tacton CPQ sicher, dass Konfigurationen für Nahrungsmittelmaschinen von Beginn an normkonform sind?
Tacton CPQ bildet regulatorische Anforderungen wie EHEDG-Richtlinien und FDA-Konformität direkt als Constraints im Konfigurationsregelwerk ab. Beim Konfigurieren einer Maschine – etwa einer Abfüll- oder Dosieranlage – schlägt das System automatisch die normkonforme Edelstahlsorte, Dichtungsklasse und Oberflächengüte für jede Hygienezone vor. Unzulässige Materialkombinationen werden konstruktionsbedingt ausgeschlossen, sodass 100 % der konfigurierten Varianten die jeweiligen Hygiene- und Sicherheitsstandards nachweisbar erfüllen – bereits ab der ersten Angebotsphase, ohne Rückfragen an die Konstruktion