Intralogistik und Lagertechnik:
Systeme konfigurieren, planen und umsetzen

Regalsysteme, Fördertechnik und Kommissionierungsanlagen bestehen aus standardisierten Modulen – doch jedes Lager ist anders. Konfiguration und Aufstellplanung machen den Unterschied.

©GEBHARDT Logistic Solutions GmbH

Warum Logistikprojekte so planungsintensiv sind

Individuelle Hallengeometrien, komplexe Systemabstimmung und hohe Investitionssummen machen jedes Lagerprojekt zur Herausforderung:

Jedes Lagerlayout ist ein Unikat

Hallengrundrisse, Bodentragfähigkeiten, Deckenhöhen und bestehende Installationen sind bei jedem Kunden unterschiedlich. Die manuelle Planung eines Lagerlayouts erfordert Wochen an Ingenieurarbeit – mit dem Risiko, dass Kollisionen, Engstellen oder unzureichende Fluchtwege erst bei der Montage auffallen und teure Umplanungen verursachen.

Komplexe Abstimmung zwischen Systemen

Ein modernes Lager kombiniert Palettenregale, Fachbodenregale, Fördertechnik, Kommissionierplätze und ggf. automatisierte Systeme wie Regalbediengeräte oder autonome mobile Roboter. Alle Komponenten müssen mechanisch und steuerungstechnisch aufeinander abgestimmt sein – manuelle Planung kann diese Abhängigkeiten nicht vollständig abbilden.

Investitionsentscheidung ohne Visualisierung

Lagerprojekte sind Investitionen im sechs- bis siebenstelligen Bereich. Entscheider erwarten eine realistische, begehbare 3D-Darstellung des geplanten Lagers, um die Lösung beurteilen, intern präsentieren und freigeben zu können. Ohne solche Visualisierungen verzögern sich Entscheidungen um Wochen bis Monate – wertvolle Zeit im Wettbewerb um Projekte.

Iterationsschleifen bei Planungsänderungen

Ändert sich der Hallenbereich, die geforderte Stellplatzanzahl oder die Förderstreckenführung, müssen Layout, Stückliste und Kostenberechnung komplett überarbeitet werden. Ohne parametrische Planung bedeutet jede Änderung einen erheblichen Neuplanungsaufwand mit entsprechenden Kosten und Zeitverlust im Vertriebsprozess.

Anwendungsfälle: So profitieren Logistikunternehmen konkret

Drei typische Szenarien, die zeigen, wie Lino-Lösungen die Planung und den Vertrieb von Logistiksystemen transformieren:

3D-Aufstellplanung eines automatisierten Kleinteilelagers

Ein Anbieter von Lagertechnik importiert Hallengrundriss mit Stützenraster und Bodenbelastungswerten in die CAD-integrierte 3D-Aufstellplanungssoftware. Per Drag-and-Drop platziert er Regalgassen, Fördertechnik und Kommissionierplätze. Das System errechnet automatisch die Stellplatzanzahl, prüft Fahrwegbreiten nach BGR 234 und erkennt Kollisionen mit Bestandsinstallationen. Das fertige Layout steht in Stunden bereit – als interaktive 3D-Visualisierung, die der Kunde direkt im Browser begutachten kann.

Konfiguration modularer Palettenregalsysteme

Über das CPQ-System konfiguriert der Vertrieb ein Palettenregalsystem nach Feldbreite, Feldhöhe, Fachlast und Traversentyp. Das System berechnet automatisch die erforderliche Ständerausführung, Fußplattenverankerung und Aussteifung nach den geltenden Regalnormen. Die Konfigurationsdaten werden über Lino® Hub direkt an die Fertigung übergeben – inklusive vollständiger Stückliste und Aufbauanleitung.

Interaktive 3D-Präsentation für Investorenentscheidungen

Der geplante Logistikbereich wird als interaktives 3D-Modell im Browser bereitgestellt. Entscheider können die Anlage virtuell begehen, Blickwinkel wechseln und einzelne Bereiche inspizieren. Planungsalternativen – etwa konventionelles Regallager vs. Shuttle-System vs. Hochregallager – werden nebeneinander dargestellt, mit Kennzahlen zu Stellplätzen, Durchsatz und Investitionsvolumen. Eine fundierte Entscheidungsgrundlage, die Investitionsfreigaben nachweislich beschleunigt.

Komplett digital geplant: Messbare Ergebnisse.

75 %
schnellere Layoutplanung
3D
Visualisierungen als Entscheidungsgrundlage
≥ 30 %
weniger Planungsiterationen durch frühzeitige Kollisionserkennung
Die Experten von Lino sind für uns immer erreichbar, haben feste Ansprechpartner für die einzelnen Disziplinen und wissen genau, was sie tun.
Michael Väth, Standardization Manager bei GEBHARDT Logistic Solutions GmbH

Software für Intralogistik und Lagertechnik

Die passenden Lino-Softwareprodukte für digitale Aufstellplanung, modulare Konfiguration und durchgängige Auftragsprozesse.

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Tacton Design Automation

Der Turbo für Ihre Konstruktion
Überführt Expertenwissen in intelligente Regelwerke, um komplexe 3D-Modelle, Zeichnungen und Stücklisten vollautomatisch zu generieren – für bis zu 90 % Zeitersparnis im Engineering.
TDA deutsch Version 2 – Zweite deutsche Version der TDA-Grafik.

Lino® 3D layout

3D-Aufstellplanung einfach wie Klemmbausteine
Nutzt Drag-and-Drop sowie Snap-Technologie für kollisionsfreie Layouts. Sichert durchgängige Datenflüsse vom Vertrieb bis zur Montage ohne jeden Medienbruch.
Anlagenlayout – 3D-Darstellung eines Anlagenlayouts als Beispiel für die 3D-Layoutplanung.

Lino® 2D fix

Intelligente Layout-Optimierung für Zeichnungen
Zeichnungsautomatisierung ohne manuelles Nachbessern für fertigungsgerechte Layouts.
Optimiert automatisch Zeichnungs-Layouts, vermeidet Bemaßungskollisionen und passt Maßstäbe dynamisch an.
2D-Zeichnung Version 2 – Technische 2D-Zeichnung als Beispiel für automatische Zeichnungserstellung.

Lino® Automate

Prozessautomatisierung ohne Programmierung
Verwandelt CAD-Routineaufgaben über intelligente Aktionslisten in vollautomatische Abläufe und verzahnt diese nahtlos mit PDM-, PLM- oder ERP-Systemen – für maximale Zeitersparnis.
Facebook Lino GmbH – Facebook-Titelbild oder Profilegrafik der Lino GmbH für Social Media.

Lino® Hub

Zentrale Datenautobahn für nahtlose Prozesse
Vernetzt Vertrieb, Konstruktion und Fertigung nahtlos für durchgängige digitale Prozesse.
Integriert CPQ, CAD, ERP sowie PDM nahtlos für fehlerfreie, automatisierte Datenflüsse ohne Medienbrüche.
Lino Hub Grafik 09 (deutsch) – Erklärungsgrafik des Lino Hub für digitales Variantenmanagement und Produktkonfiguration im Maschinenbau.

Relevante Prozesse für die Logistik

Die von Lino unterstützten digitalen Engineering-Prozesse verbinden Systemintegration, Konfiguration und Automatisierung zu einer durchgängigen Wertschöpfungskette – vom ersten Kundenkontakt bis hin zur fertigen Maschinenanlage.

Design Automation zur schnellen Produktentwicklung

Optimieren Sie Ihre Konstruktion mit Design Automation und CAD-Automatisierung. Aus Produktregeln entstehen automatisch 3D-CAD-Modelle, 2D-Zeichnungen und Stücklisten. Dadurch lassen sich Engineering-Prozesse beschleunigen, Fehler reduzieren und Routineaufgaben im Engineering deutlich verringern.

Produktkonfiguration für individuelle Kundenlösungen

Beherrschen Sie Variantenvielfalt mit einem Produktkonfigurator und CPQ-System. Mit regelbasierter Variantenkonfiguration und Guided Selling erstellen Vertrieb, Partner und Kunden technisch valide Produktvarianten, Angebote und Konfigurationsdaten – direkt integriert in CAD- und ERP-Systeme.

3D-Aufstellplanung für moderne, beindruckende Anlagenlayouts

Planen Sie komplette Anlagen mit 3D-Layoutplanung und digitaler Fabrikplanung. Mit einer CAD-basierten 3D-Anlagenplanung lassen sich Layouts erstellen, Kollisionen frühzeitig erkennen und Projekte schneller validieren.

Systemintegration für eine nahtlose IT-Landschaft im Unternehmen

Verbinden Sie Ihre IT-Systeme zu einer durchgängigen Datenkette. Durch Systemintegration im Maschinenbau werden CAD-, ERP-, CRM- und PDM/PLM-Systeme nahtlos verknüpft. So entsteht ein konsistenter Digital Thread entlang des gesamten Produktlebenszyklus.

Prozessautomation für durchgängige digitale Abläufe im Maschinenbau

Workflow- und Prozessautomatisierung verbindet Engineering-Systeme zu durchgängigen digitalen Abläufen. Automatisierte Workflows übernehmen wiederkehrende Aufgaben, reduzieren manuelle Schritte und sorgen für konsistente Daten zwischen CAD, PDM, ERP und CRM.

3D-Produkte im Webbrowser visualisieren

Mit 3D-Produktvisualisierung im Web präsentieren Sie komplexe Produkte interaktiv im Browser. Dank moderner Technologien wie WebGL-3D-Viewer lassen sich Varianten in Echtzeit darstellen und direkt mit Konfiguratoren oder Webshops verbinden.

Bereit für die digitale Lagerplanung?
Ihr erster Schritt zur digitalen Transformation.

Gemeinsam analysieren wir Ihre bestehenden Abläufe und identifizieren konkrete Potenziale für effizientere, digitale Prozesse – praxisnah, strukturiert und mit klarem Fokus auf messbaren Nutzen.

  • Analyse Ihrer Engineering- und Vertriebsprozesse
  • Identifikation von Optimierungspotenzialen
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Überzeugen Sie sich selbst

Häufige Fragen

Die FAQs beantworten Fragen zur Branche Intralogistik und Lagertechnik im Kontext des Lino Portfolios.

Hier finden Sie Antworten rund um die digitale Aufstellplanung, regelbasierte Konfiguration und automatisierte Stücklistenerstellung für Regalsysteme, Fördertechnik und Kommissionierungsanlagen. Erfahren Sie, wie Lino 3D layout individuelle Hallengrundrisse in kollisionsfreie Lagerlayouts überführt, Fahrwegbreiten nach BGR 234 automatisch prüft und interaktive 3D-Visualisierungen für Investitionsentscheidungen in Stunden statt Wochen bereitstellt – für 75 % schnellere Layoutplanung und mindestens 30 % weniger Planungsiterationen.

Wie unterstützt Tacton Design Automation die automatisierte Konstruktion kundenspezifischer Intralogistik-Komponenten?

Nicht jede Lagerlösung lässt sich aus dem Standardkatalog konfigurieren. Sondermaße bei Fördertechnikbrücken, angepasste Übergabestationen oder kundenspezifische Kommissioniertische erfordern individuelle Konstruktion. Tacton Design Automation überführt das Konstruktions-Know-how für diese Sondervarianten in regelbasierte Logiken: Konfigurationsparameter wie Brückenbreite, Übergabehöhe und Tragkapazität werden im CAD-Regelwerk hinterlegt und generieren vollautomatisch das 3D-CAD-Modell, die normgerechte Fertigungszeichnung und die vollständige Stückliste. Was bisher einen oder mehrere Arbeitstage manuelle Konstruktionsarbeit erforderte, wird in Minuten erledigt – für Logistikhersteller ein entscheidender Schritt hin zu skalierbarer Sonderfertigung ohne überproportionalen Engineering-Aufwand.

Wie übergibt Lino Hub die Konfigurationsdaten von Regalsystemen nahtlos an Fertigung und ERP?

Lino Hub verbindet Tacton CPQ, Tacton Design Automation, das CAD-System und das ERP zu einer durchgängigen, automatisierten Prozesskette für Logistiklösungen. Nach abgeschlossener Konfiguration überträgt Lino Hub die vollständige Stückliste – Ständerprofile, Traversentypen, Diagonalstreben, Fußplatten, Schraubensets, Bodenverankerungen und alle Normteile – automatisch ins ERP, prüft Artikelnummern-Konsistenz und löst den Fertigungsauftrag aus. Aufbauanleitungen und Montagepläne werden im PDM/PLM-System abgelegt. Manuelle Datenübertragungen entfallen vollständig – das Ergebnis sind konsistente Daten von der ersten Kundenanfrage bis zum Montageabschluss auf der Baustelle.

Wie erstellt Lino interaktive 3D-Visualisierungen für Investitionsentscheidungen bei Lagerprojekten im sechsstelligen Bereich?

Die 3D-Web-Visualisierung von Lino stellt das geplante Lagerlayout als interaktives Modell im Browser des Kunden bereit – ohne spezielle Software-Installation. Entscheider können die Anlage virtuell begehen, Blickwinkel frei wählen und einzelne Bereiche wie Kommissionierzonen, Fördertechniktrassen und Regalgassen im Detail inspizieren. Planungsalternativen – etwa konventionelles Palettenregallager versus Shuttle-System versus automatisiertes Kleinteilelager – werden nebeneinander dargestellt, ergänzt durch Kennzahlen zu Stellplätzen, Durchsatz und Investitionsvolumen. Diese belastbare Entscheidungsgrundlage beschleunigt Investitionsfreigaben nachweislich – bei Projekten im sechs- bis siebenstelligen Bereich ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber Anbietern mit 2D-Plänen.

Wie reduziert Lino Planungsiterationen bei Änderungen von Hallenbereich oder Stellplatzanzahl in Logistikprojekten?

Dank des parametrischen Ansatzes in Lino 3D layout und der Integration mit Tacton Design Automation werden Planungsänderungen unmittelbar im gesamten Modell propagiert. Ändert sich der verfügbare Hallenbereich, die geforderte Stellplatzanzahl oder die Förderstreckenführung, aktualisiert das System automatisch Regalgassenanzahl, Regalabmessungen, Förderstreckengeometrie und Stellplatzberechnung. Layout, Stückliste und Kostenberechnung werden simultan angepasst – ohne manuellen Neuplanungsaufwand. Logistikplanern, die heute drei bis fünf Iterationsrunden für jede Layoutänderung benötigen, ermöglicht dieser Ansatz eine Reduktion der Planungsiterationen um mindestens 30 % und eine erhebliche Beschleunigung des Vertriebsprozesses.

Wie konfiguriert Tacton CPQ Palettenregalsysteme normgerecht nach Feldbreite, Fachlast und Traversentyp?

Tacton CPQ bildet die technische Konfigurationslogik für modulare Palettenregalsysteme – Feldbreite, Feldhöhe, Fachlast, Traversentyp, Ständerprofil und Aussteifungskonzept – in einem constraint-basierten Regelwerk ab. Der Vertrieb gibt Lagergut, Palettenmaße, maximale Fachlast und die geforderte Hallenhöhe ein. Das System berechnet automatisch die erforderliche Ständerausführung und Fußplattenverankerung gemäß den geltenden Regalnormen (EN 15512, FEM 10.2.02) und schließt statisch unzulässige Kombinationen konstruktionsbedingt aus. Das Ergebnis ist ein normgerecht konfiguriertes Regalsystem mit vollständiger Stückliste und Aufbauanleitung – ohne Rückfragen an die Statik-Abteilung.

Wie ermöglicht Lino 3D layout die kollisionsfreie Aufstellplanung von Lagersystemen in Bestandshallen?

Lino 3D layout erlaubt es, den Hallengrundriss mit Stützenraster, Bodenbelastungswerten, Deckenhöhen, Toren, Fluchtwegen und bestehenden Installationen als Referenzmodell zu importieren. Regalgassen, Palettenregale, Fachbodenregale, Fördertechnikmodule und Kommissionierplätze werden per Drag-and-Drop in diesem Kontext platziert. Das System errechnet automatisch die resultierende Stellplatzanzahl, prüft Fahrwegbreiten nach BGR 234 und erkennt Kollisionen mit Hallenstützen, Sprinkleranlagen und bestehenden Maschinen. Das fertige Layout steht in Stunden bereit – als interaktive 3D-Visualisierung, die Entscheider direkt im Browser begutachten und freigeben können. Die manuelle Planungszeit reduziert sich dabei um bis zu 75 %.