Wer heute noch Schrauben, Bohrungen und interne Baugruppen per Hand aus einem Solidworks-Modell entfernt, bevor er es an einen Lieferanten schickt, zahlt einen Preis – in Arbeitsstunden, Fehlerrisiko und belegter Ingenieurkapazität. Das lässt sich automatisieren. Und es gibt keinen guten Grund, damit zu warten.
Das Problem sitzt tiefer als die Dateigröße
Nicht die 434-MB-Datei ist das eigentliche Problem. Das Problem ist der Prozess dahinter: Ein Ingenieur verbringt Stunden damit, ein Exportmodell manuell zu bereinigen. Er wählt Bauteile aus, löscht Schrauben, überlegt bei jeder Komponente, ob sie extern sichtbar oder intern ist. Das ist keine Konstruktionsarbeit – das ist Datenpflege.
Im Fall von Schwingshandl – österreichischer Sondermaschinenbauer für Hebe- und Fördertechnik mit Baugruppen bis zu 8.000 Einzelteilen – war genau das der Alltag: Schrauben und interne Komponenten manuell aus STEP-Exporten entfernen, Baugruppe für Baugruppe, fehleranfällig und zeitraubend.
Was sich ändert, wenn man automatisiert
| Vorher – Manuell | Nachher – Lino® Simplify |
|---|---|
| Bauteil für Bauteil auswählen & löschen | Einmalig konfiguriert, automatisch ausgeführt |
| Kein reproduzierbares Ergebnis | Reproduzierbar, protokolliert per PDF-Report |
| Know-how ungesichert im Export | Feature-History entfernt → kein Reverse Engineering |
| 434 MB – kaum übertragbar | 7,4 MB – versandfertig in Minuten |
Lino® Simplify läuft als Single-Window-Integration direkt im Solidworks® CAD-System – kein separates Werkzeug, kein Formatwechsel. Der Ingenieur konfiguriert die Vereinfachungsregeln einmalig und speichert sie als LSS-Datei. Alle Folgebaugruppen laufen automatisiert, von Skizzen über Features und Komponenten bis zur Gesamtbaugruppe.
Zahlen, keine Behauptungen
97 %
Max. Reduktion Default-Einstellungen:
10 MB → 0,3 MB
92 %
Heißwaschanlage:
9,2 → 0,7 MB in 3 min
98 %
Schwingshandl Gesamtprojekt:
434 → 7,4 MB
Diese Werte entstehen nicht durch Komprimierung, sondern durch das gezielte Entfernen irrelevanter Geometrie: Toolbox-Komponenten, Bohrungen, Verrundungen, Schweißflächen. Außenmaße bleiben identisch. Was verschwindet, braucht der Empfänger nicht – und sollte ihn aus Gründen des Know-how-Schutzes auch nichts angehen.
Warum dieser Weg funktioniert, andere nicht
Es gibt Alternativen: Modelle manuell bereinigen, nur Außenhüllen exportieren, den Kunden mit Rohgeometrie abspeisen. Alle drei haben denselben Fehler – sie skalieren nicht oder liefern keine verwertbare Ausgabe. Lino® Simplify löst das Skalierungsproblem, weil Konfiguration und Prozess getrennt sind: Die Regel entsteht einmal. Der Prozess läuft beliebig oft. Das ist der Unterschied zwischen einem Workaround und einer Methode.
Fazit
3D-Modellvereinfachung ist kein Randthema für Dateigrößen-Optimierer. Sie ist ein Prozessthema für jeden, der 3D-Daten austauscht, Layouts plant oder Know-how schützen muss. Wer das manuell tut, hat keine Methode – er hat eine Lücke.