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CAM-Programmierung: Warum es künftig niemand mehr von Hand macht

Cosling Configurator Fachartikel Lino Hub Pressemeldungen 1 Min. Lesezeit
CAM-Programmierung mit Lino Hub

CAM-Programmierung: 24/7-Produktion beginnt nicht mit der Maschine, sondern mit der CAD-/CAM-Automation

Ein Bearbeitungszentrum soll rund um die Uhr laufen – und steht nachts trotzdem still, weil der Maschinenführer die Fertigungsdaten von einer ausgedruckten Zeichnung händisch in die Steuerung tippt. Genau diese Situation kannte ein Kunde von uns. Als das Unternehmen ein neues, hochautomatisiertes Bearbeitungszentrum in Betrieb nahm, zeigte sich schnell: Ohne durchgängige, automatisiert erzeugte CAM-Daten bleibt die Anlage weit hinter ihrem Potenzial.

Der alte Weg: viele Stationen, viele Systembrüche

Bis dahin lief die Auftragsabwicklung über mehrere Übergaben. Der Vertrieb klärt mit dem Kunden Schleifbelag, Bohrungsgröße, Durchmesser und Kühlmittelzuführung. Diese Angaben fließen ins ERP-System, die Anwendungstechnik prüft die Machbarkeit, die Produktionsvorbereitung stimmt sich ab, der Vertrieb erstellt das Angebot. Standardscheiben gehen danach direkt in die Fertigung. Bei Sonderanfertigungen kommt zusätzlich die Konstruktion ins Spiel: Sie erstellt ein CAD-Modell und eine beschreibende 2D-CAM-Zeichnung – gedruckt auf Papier, das an der Maschine landet. Dort überträgt der Bediener die Werte von Hand in die Steuerung, während die Produktion steht. Ein Vorgang, der vom Erfahrungswissen des Einzelnen abhängt und bei jeder Übertragung eine neue Fehlerquelle eröffnet.

Der neue Weg: ein durchgängiger Prozess statt vieler Einzelschritte

An dieser Stelle setzt die Integrationsplattform Lino® Hub an. Sie verbindet CAD-, CAM- und ERP-System so, dass aus einer Konfiguration automatisiert vollständige Fertigungsdaten entstehen – ohne einen einzigen manuellen Übertrag:

  1. Ein Mitarbeiter wählt die Auftragsnummer im CAD-Monitor aus.
  2. Lino Hub stößt automatisch die CAD-Datengenerierung in Solidworks® an und legt die erzeugten Varianten in einem definierten Verzeichnis ab.
  3. Anschließend erzeugt Lino Hub die zugehörigen Fertigungsdaten und exportiert direkt die passenden Maschinencodes für das CAM-System.
  4. Über die Anbindung an SAP® S/4HANA® mit Lino® Automate stehen alle fertigungsrelevanten Daten dem ERP-System zur Verfügung – geprüft und ohne Wissenssilos.

Aus einem Klick wird ein vollständiger, verifizierter Datensatz: 3D-Modell, Zeichnung, Stückliste, CNC-Code. Varianten lassen sich vorab simulieren und prüfen, bevor sie in die Fertigung übernommen werden.

Das Ergebnis: Produktion, die nicht auf Menschen warten muss

Die Konstruktionszeiten verminderten sich spürbar, das Engineering wurde entlastet – angesichts des Fachkräftemangels ein Vorteil, der zählt. Weil Medienbrüche entfallen, produziert das Werk heute auch kleinste Losgrößen wirtschaftlich und nutzt sein neues Bearbeitungszentrum im 24/7-Betrieb. Der Standort dient der Unternehmensgruppe inzwischen als „Blaupause” für weitere Werke.

Was das für andere Fertiger bedeutet

Der Fall steht für kein Nischenproblem. Überall dort, wo CAD-, CAM- und ERP-Systeme heute noch über Ausdrucke, E-Mails oder doppelte Dateneingaben miteinander „kommunizieren“, entstehen Wartezeiten und Fehlerquellen, die sich vermeiden lassen. Genau diese Lücke schließt Lino Hub: als Integrationsplattform, die bestehende Systeme – etwa Solidworks, ein CAM-System und SAP o.ä. ERP-Systeme – verbindet und die CAM-Programmierung vom Klick bis zum Maschinencode automatisiert. Das kann Lino. Und das kann Lino Hub.

Interesse an einer Einordnung für die eigene Fertigung? Wir sprechen gerne über den konkreten Anwendungsfall – unter info@lino.de oder +49 6131 32785-10.